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Essbares Konstanz beim Innenhof des Archäologischen Landesmuseums

eine Initiative im Verein Miteinander in Konstanz

Die Initiative Essbares Konstanz ist ein „Urban Gardening“ - Projekt, was auf Deutsch „Stadtgärtnern“ bzw. Gärtnern in der Stadt bedeutet. Das Projekt wurde im Dezember 2016 gegründet und geht somit schon in das zweite Gartenjahr.
Es besteht aus zwei Standorten: einerseits haben wir im Palmenhausgarten im Paradies eine Fläche, welche wir im Januar 2017 vom BUND bekommen haben.
Kurz danach, im Februar 2017 haben wir von der Stadt Konstanz die am Tag der Offenen Gärten-teilnehmende Fläche im Innenhof des Archäologischen Landesmuseums bekommen. Dazu kam es, weil wir die Unterstützung von Stephan Kühnle der Freien Grünen Liste erhalten haben, welcher einen Antrag im Technischen und Umweltausschuss gestellt hat, welcher angenommen wurde. In diesem Antrag hat die Initiative um eine Fläche in der Innenstadt gebeten, um dort gemeinschaftlich essbare Pflanzen anbauen zu können.
Gleich danach haben bereits die Gartenarbeiten begonnen. Mit vielen begeisterten Leuten haben wir die ersten Beete angelegt und teilweise auch schon mit Tomaten, Erdbeeren, Kräutern etc. bepflanzt.
In den Monaten danach sind viele andere ein- und mehrjährige Pflanzen dazugekommen, wie Tomaten, Kürbisse, Bohnen und Kohl in allen Farben und Formen, seltene Pflanzen wie Gelbe Melde und lila Amaranth, Süßkartoffeln, Hopfen, blauer und roter Mais, Beerensträucher, mehrjährige Stauden und so weiter. Unsere Flächen zeichnen sich durch eine hohe Diversität in den Beeten aus. Wir probieren uns an Mischkultur und Permakultur-Elementen und achten auf eine ausgeglichene Fruchtfolge und der Pflanzung von Gründüngung, damit auch im Winter der Boden bedeckt ist und Nährstoffe im Boden wieder aufgebaut werden.
Die Ziele unseres Projektes sind sehr divers. Wir möchten Leuten, welche in der Innenstadt leben und keinen Zugang zu Gartenflächen haben, die Möglichkeit bieten, sich gärtnerisch und gestalterisch zu betätigen. Wir sehen unsere Flächen auch als Experimentierfeld, um „Unkonventionelles“ auszuprobieren, z.B. welche Methoden helfen, um Schnecken davor abzuhalten, unsere Pflanzen zu fressen, und welche helfen nicht? Oder: kann der Kompost seitlich mit Pflanzen bepflanzt werden, im Sinne von „Vertical Farming“? Dabei möchten wir den sozialen Aspekt des Miteinander-Gärtnerns fördern, da wir eine sehr heterogene, Generationen- und Kulturen-übergreifende Gruppe sind und dadurch verschiedenste Ansichten vertreten werden. Die soziale Komponente zeigt sich auch in den Spenden, vor allem von Saatgut und Jungpflanzen, welche unser Projekt erhalten hat. Dafür möchten wir uns nochmal herzlich bedanken.
Ebenso möchten wir mit unserem Tun einen Bildungsauftrag erfüllen, z.B. den Aufwand der Obst- und Gemüseproduktion ins Bewusstsein der Menschen rücken. Damit meinen wir die notwendigen Schritte wie Samenproduktion, Jungpflanzenaufzucht, gießen, jäten, schneiden etc. Dies ist vor allem in der heutigen Wegwerfgesellschaft notwendig, wo doch in Europa ein Drittel aller Nahrungsmittel weggeworfen werden. Diese Aspekte erklären wir auch gerne einem interessierten Publikum.
Genauso wollen wir Materialien, die nicht mehr gebraucht werden, wieder- und weiterverwenden. Zum Beispiel haben wir alte Paletten für unsere Kompost-Einfassungen verwendet, und sie mithilfe eines Lastenfahrrads CO2-neutral transportiert.
Wir treffen uns während der gärtnerisch aktiven Zeit jeden bzw. jeden zweiten Sonntag bei den Beeten, um gemeinsam Hand anzulegen. Gegossen werden muss je nach Wetterlage bis zu einmal täglich, dabei verwenden wir mündliche Absprachen mit den Mitgliedern und einen Doodle-Kalender zum Eintragen. Dank des Brunnens in der Mitte der Beete ist der Weg zum Wasser nicht weit.
Im Winter treffen wir uns regelmäßig zu Planungstreffen, um die kommende Saison zu besprechen. Außerdem vervollständigen eine Samen- und eine Setzlingstauschbörse in der ersten Jahreshälte, bei welchen sich auch Privatleute einbringen können, unser Wirken.
Mitmachen kann jeder, der sich konstruktiv in unser Projekt einfügt. Meldet euch doch gerne bei uns!

Kontaktdaten: essbares-konstanz(at)posteo.de
Zu guter Letzt möchten wir uns sehr herzlich für die Unterstützung bei der Stadt Konstanz, dem Verein Miteinander in Konstanz und dem BUND bedanken und hoffen auf noch viele weitere Jahre der guten Zusammenarbeit!